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  • juliahohensinn

Die SWOT-Analyse oder: where does my business suck?


Die SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) ist besonders am Anfang ein recht simples Tool, um eine Art „Reality Check“ des eigenen Unternehmens bzw. der Geschäftsidee durchzuführen. Dabei sieht man sich an, worin man gut oder weniger gut ist, und entdeckt so Potenziale, um das Geschäftsmodell eventuell noch einmal zu überdenken oder sich der „Gefahren“ von außen besser bewusst zu sein.


Während sich die Stärken und Schwächen auf euch bzw. euer Produkt beziehen, geht es bei den Chancen und Bedrohungen eher um die externe Sicht. Faktoren also, die der Markt hergibt und auf die ihr selbst wenig bis keinen Einfluss habt.


Strengths – die Stärken

Bei der Analyse der eigenen Stärken geht es vor allem dazu, zu sehen, was euer Produkt oder eure Geschäftsidee aber auch eure Firma einzigartig macht. Was zeichnet euch aus, was könnt ihr besser als alle anderen? Am Beispiel eines neuen Schuhs könnte hier „besonders atmungsaktiv“, „aus veganen Materialien“, „nachhaltig produziert“ oder „geilste Farbe überhaupt“ stehen. Bei einer neuen Eissorte überschneiden sich die Eigenschaften zum Teil sogar – „vegan“, „nachhaltig produziert“ könnte auch hier stehen. Dazu könnte noch „kalorienarm“, „regional produziert“ oder „0% Zucker zugesetzt“ hinzukommen. Aber auch Faktoren wie „Know How des Teams“, „geringe Produktionskosten“ u.v.m. könnt ihr hier auflisten.


Weaknesses – die Schwächen

Nicht ganz so leiwand, aber trotzdem notwendig: wo hapert es (noch), welche negativen Eigenschaften hat euer Produkt? Auch wenn man sich Fehler nicht gerne eingesteht, ist es wichtig, sie vor Augen zu haben. Lieferkette zu lang, Zahlungsprozess kompliziert, kurze Haltbarkeit, hohe Fixkosten – was es auch sein mag, schreibt es auf. Vielleicht gibt es ja in einigen Monaten eine Lösung dafür und ihr könnt diesen Punkt mit fettem Edding von eurer Liste streichen.


Opportunities – die Chancen

Bleiben wir bei der neuen veganen Eissorte: als Chance könnt ihr hier ganz klar den steigenden Trend zum Veganismus oder zu einem gesünderen Lebensstil sehen. In den 1980er-Jahren hatte es der Verkäufer eines veganen Eises noch deutlich schwieriger als heute. Oder denkt in eine andere Richtung: Vieles rund um das Thema e-commerce wird derzeit von vielen Staaten finanziell unterstützt (Stichwort: Digitalisierungsförderung). Oder denkt an Elektro-Fahrzeuge, für die es vom Staat einen Bonus gibt.


Threats – die Risiken

Welche Bedrohung von außen gibt es für euer Business? Das können Konkurrenzprodukte am Markt sein, Gesetze und Vorschriften, die euch das Leben schwer machen, Wechselkursschwankungen, wenn ihr eure Produkte exportiert oder Teile zur Fertigung ankauft, etc. Hier ist es immer hilfreich, mögliche Worst-Case-Szenarien durchzuspielen und für den Fall der Fälle gerüstet zu sein (was, wenn ein gewisser Inhaltsstoff verboten wird? Was, wenn es zu einem Import-Stopp eurer zugekauften Teile kommt?...).



Natürlich ist es schön, wenn am Ende mehr Post-Its bei den Stärken und Chancen kleben. Aber seid lieber ehrlich und schonungslos – so seid ihr auf etwaige Fehlschläge besser vorbereitet!


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